Als Kontaktlogistik wird ein Geschäftsmodell bezeichnet, welches aus einer langfristigen, arbeitsteilenden Zusammenarbeit zwischen einem Produzenten von Gütern und einem Logistikdienstleister basiert. Diese Kooperation wird durch einen Kontrakt, d.h. einen Dienstleistungsvertrag, geregelt.
Diese Geschäftsfelder bringen Ihnen weitere Gewinnsteigerungsmöglichkeiten
Airbus macht es vor: Bei der Montage des neuen Super-Jumbos A380 betreibt der Flugzeughersteller erstmals kein eigenes Lager mehr. Die gesamte Versorgung mit 47.000 Einzelteilen übernimmt der Logistik- Dienstleister Stute, eine Tochter von Kühne & Nagel.
Dieser so genannten Kontraktlogistik gehört die Zukunft:
Immer mehr Unternehmen lagern große Teile der Wertschöpfungsketten an Kontraktlogistik-Dienstleister aus. Vorteile: Die Komplexität sinkt. Außerdem wird die Liquidität geschont, weil Dienstleister die kapitalintensive Infrastruktur wie Lagerhäuser etc. finanzieren.
Erwarten Sie, dass die Logistikbranche künftig in diesen Bereichen wächst:
Hubs, Gateways, Häfen
Nach der EU-Ost-Erweiterung wird Deutschland zum logistischen Einfallstor für Unternehmen, die in der EU Geschäfte machen; das schlägt sich bereits in der steigenden Nachfrage nach übergroßen Lagerhallen nieder.
In diesen Segmenten hat Deutschland traditionell die Nase vorn, vor allem wegen des großen Reservoirs an gut ausgebildeten Fachkräften.
Aufbereitung von Produkten
Während niedrig qualifizierte Jobs in der Fertigung unwiederbringlich abwandern, muss die Anpassung der Produkte an den lokalen Markt (Verpackung, Aufspielen von Software) weiter vor Ort passieren.
Doch es ist auch eine Warnung angebracht: Einen breiten Logistikboom außerhalb der Kontraktlogistik - wie in der Presse oft ausgerufen - gibt es nicht. Denn:
Das Wachstum ist oft ein volkswirtschaftliches Nullsummenspiel
Beispiel: Früher verwalteten Unternehmen ihren Fuhrpark selbst; dann wurde die Aufgabe ausgelagert. Ein Dienstleister übernimmt das Management, zum Teil mit den gleichen Angestellten in den gleichen Hallen. Hier schafft die Kontraktlogistik keine neuen Jobs. Allein im in- ternationalen Geschäft findet echtes Wachstum statt, bedingt durch den expandierenden Welthandel.
Nicht alle Marktsegmente wachsen Auf der Gewinnerseite:
Anbieter von komplexen Logistik-Dienstleistungen (z.B. Kontraktlogistik) wie die Deutsche Post, Kühne & Nagel, Dachser. Hier wachsen die Umsätze zweistellig. Die Verlierer: Massengut- Transporteure, klassische Lagereien und Mischbetriebe. Überall da, wo nur einfache, leicht kopierbare Leistungen erbracht werden, herrscht ein vernichtender Preiskampf.
Beispiel: Während das Kontraktlogistik-Unternehmen von Rhenus von 2003 auf 2004 seinen Umsatz um ein Viertel erhöhen konnte, stagnierte das Geschäft der Großspedition Willi Betz im gleichen Zeitraum.
FAZIT: Entdecken Sie gemeinsam mit der Geschäftsleitung die für Sie passende "Nische". Denn sonst begeben Sie sich in ein Wettbewerbsumfeld, das langfristig nicht zugunsten Deutschlands entschieden wird!
LogistikManager gibt wertvolle Hinweise zum Thema Kontraktlogistik
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