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LOGISTIKMANAGER - Praxis-Werkzeuge und Know-How für Logistik-Profis
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Alles rund um das Thema Ausbildung in der Logistik

Neue Studiengänge- Ausbildung in der Logistik

Die Fachhochschule Kempten bietet seit 2008 Jahres einen MBA-Studiengang "International Logistics Management" an. Das Studium findet berufsbegleitend in 4 Semestern statt. Die Studiensprache wird Englisch sein. Abgerundet wird dieses Studium durch einen Auslandsaufenthalt in Südafrika oder den Vereinigten Staaten. Ein wesentlicher Schwerpunkt dieses Studiengangs ist die Planung von kompletten Versorgungsketten inklusive der Einbindung, Auswahl und Beurteilung von logistischen Dienstleistern, Produktionsstätten und Lieferanten. Die Kosten belaufen sich auf 2.750 Euro pro Semester. Weitere Informationen zum Studium: www.fh-kempten.de im Bereich Weiterbildung (Klick auf den 1. Link).

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Die Wilhelm-Büchner-Hochschule in Pfungstadt bietet ab sofort einen neuen Fernstudiengang "Wirtschaftsingenieurwesen Logistik" an. In 7 Semestern behandelt der Studiengang die Grundlagen der Technik, Wirtschaft und Logistik und gibt einen praxisorientierten Einblick in Logistiktechnologien sowie in die verschiedenen Berufsfelder des Wirtschaftsingenieurswesens. Das Studium kann jederzeit begonnen werden. In Einführungsveranstaltungen, die mehrmals pro Jahr stattfinden, erfahren die neuen Studenten nähere Einzelheiten zum Studienablauf und führen in Gruppenarbeiten ein erstes Projekt durch. Interessenten können sich unter www.wb-fernstudium.de/wirtschaft weiter informieren.

Keine Angst vor dem Fachkräftemangel! Wie Sie motivierte, qualifizierte Mitarbeiter bekommen

Sicherlich macht auch Ihnen der Fachkräftemangel zu schaffen. Doch auf dem Arbeitsmarkt herrscht - zumindest bei gut ausgebildeten Logistik- Fachkräften - akute Ebbe. In einer solchen Situation können Sie eigentlich nur eines tun: selbst ausbilden. Bei genauerer Betrachtung hat die Ausbildung im eigenen Unternehmen sogar eine ganze Reihe handfester Vorteile. Doch müssen Sie einige Dinge beachten, bevor Sie Auszubildende einstellen.

Stellen Sie eine Fachkraft für Logistik oder einen Fachlageristen neu ein, dann kaufen Sie oft die Katze im Sack. Sie können die vorgewiesenen Zeugnisse noch so genau studieren, bei den alten Arbeitgebern des Bewerbers nachforschen und Zeugnisse beurteilen - ob sich der "Neue" bei Ihnen bewährt, sehen Sie erst nach einiger Zeit. Darüber hinaus werden Sie oft keine freien Fachkräfte finden, der Markt ist leer gefegt. Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma heißt dann oft, selbst im eigenen Betrieb auszubilden. Dabei bietet dies eine ganze Reihe von Vorteilen. So können Sie die angehenden Fachkräfte beispielsweise maßgeschneidert ausbilden, durch ausgewogene und zielgerichtete Ausbildungsprogramme für eine überdurchschnittliche Motivation sorgen und so erprobte und qualifizierte neue Mitarbeiter bekommen.

Diese Form von Ausbildung in der Logistik gibt es im LagerbereichGrundsätzlich gibt es 2 Ausbildungsberufe im Lager, den

  • Fachlageristen (ehemals Handelsfachpacker)
  • Fachkraft für Lagerlogistik (ehemals Fachkraft für Lagerwirtschaft).

Die Ausbildung in der Logistik zum Fachlageristen dauert 2 Jahre und umfasst in den Ausbildungsinhalten vielschichtige Material- und Produktkunde, die Anwendung von Arbeitstechniken, Kenntnisse in der Arbeitssicherheit und ein anspruchsvolles Berichtswesen. Das Aufgabengebiet des Fachlageristen liegt hauptsächlich im Bereich des Güterumschlags und der Güterlagerung.

Tipp: Nach Abschluss der 2-jährigen Berufsausbildung kann die Ausbildung im Ausbildungsberuf Fachkraft für Lagerlogistik nach den Vorschriften für das 3. Jahr fortgesetzt werden. Haben sich also einzelne Auszubildende durch besondere Leistungen hervorgetan, können Sie ihnen diese Weiterbildung anbieten. Diese Möglichkeit sollten Sie übrigens den Auszubildenden gleich am Anfang der Ausbildung in der Logistik aufzeigen - das sorgt für einen gehörigen Motivationsschub!

Die Fachkraft für Lagerlogistik arbeitet sich während der 3-jährigen Ausbildung in der Logistik noch tiefer in die Materie sowie in einzelne logistische Abläufe ein. Die Aufgaben umfassen alle Tätigkeiten der Lagerlogistik. So wird zudem im Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationssystemen für den reibungslosen Informationsaustausch zwischen Logistikanlage und operativen Abteilungen gesorgt, die Beherrschung von Reporting- und Controllinginstrumenten erlernt und Personalverantwortung vermittelt. Viel Wert sollten Sie auch auf team- und kundenorientiertes sowie selbstständiges Arbeiten legen.

Tipp: Denken Sie über einen Ausbildungsverbund nach. Wenn Sie in Ihrem Betrieb zum Beispiel aufgrund hoher Spezialisierung oder wegen geringen oder unregelmäßigen Geschäftsumfangs nicht alle in den Ausbildungsordnungen vorgesehenen Inhalte und Kenntnisse vermitteln können, dann muss das kein K.O.-Kriterium für die Ausbildung im eigenen Betrieb sein. Arbeiten Sie mit anderen Betrieben oder Ausbildungseinrichtungen zusammen, und schließen Sie so Lücken in den eigenen Ausbildungsmöglichkeiten. Die Kooperation in diesem so genannten Ausbildungsverbund bringt Ihnen zudem Erfahrung und neue Geschäftskontakte. Genaue Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Industrieund Handelskammer sowie bei Ihrer Arbeitsagentur.

Diese Punkte sollten Sie vor einer Ausbildung in der Logistik geklärt haben:

Um Ihren Lehrlingen auch eine zielgerichtete Ausbildung in der Logistik bieten zu können, sollten Sie folgende Punkte abgehakt haben:

  • Haben Sie die gültige Ausbildungsordnung für den Ausbildungsberuf vorliegen? Diese gibt es bei den Kammern.
  • Haben Sie einen betriebsindividuellen Ausbildungs- und Versetzungsplan erarbeitet? Vergessen Sie dabei nicht, Abwesenheitszeiten für Berufsschule und zu den vorgeschriebenen überbetrieblichen Unterweisungsmaßnahmen mit einzuplanen - Sie sind verpflichtet, den Auszubildenden hierfür freizustellen.
  • Bedenken Sie, dass bei Auszubildenden unter 18 Jahren das Jugendarbeitsschutzgesetz gilt! Hierin sind Sonderregelungen, insbesondere zu Arbeitszeiten, Berufsschule und Prüfungen, Ruhepausen, Urlaub, gesundheitlichen Untersuchungen, festgelegt, die Sie unbedingt einhalten und einplanen müssen.
  • Haben Sie die Durchführung einer Belehrung über Unfall- und Gesundheitsgefahren unter Verwendung der Vorschriften Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft geplant? Außerdem müssen Sie erforderliche Schutzausrüstungen, etwa Schutzhandschuhe, kostenlos bereitstellen.

Ohne Stapler geht im Lager nichts. Kaum ein Lager funktioniert ohne die verschiedenen Flurförderzeuge. Deshalb gilt: Die wichtigste Grundvoraussetzung im Lager, neben den Ausbildungen, sind die Staplerscheine! Achtung: Laut § 7 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Flurförderzeuge" (BGV D27) dürfen in einem Unternehmen das selbstständige Steuern von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand nur Personen übernehmen, die:

  • mindestens 18 Jahre alt sind,
  • für diese Tätigkeit geeignet und ausgebildet sind,
  • ihre Befähigung nachgewiesen haben und
  • schriftlich mit der Führung des jeweiligen Geräts beauftragt wurden!

Tipp: Beim Mindestalter gibt es eine Ausnahme: Im Rahmen der beruflichen Ausbildung in der Logistik haben Sie unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit einer Ausbildung zum Gabelstaplerfahrer. Die Steuerung von Flurförderzeugen durch Auszubildende unter 18 Jahren dürfen Sie aber nur unter fachlicher Aufsicht erlauben. Dabei müssen Sie den Aufsichtführenden und die Dauer der Ausbildung am Gerät - in der Regel sollte dabei der Zeitraum von 3 Monaten nicht überschritten werden - schriftlich genau festlegen.

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Die Ausbildung zum Staplerfahrer verläuft in 3 Stufen:

Stufe 1: Allgemeine Ausbildung in der Logistik

Diese dauert in der Regel 2 Tage, wobei am ersten Tag die theoretischen Kenntnisse vermittelt werden und am zweiten Tag durch praktische Übungen der sichere Umgang mit dem Stapler erlernt wird. Der theoretische Ausbildungsteil umfasst:

  • Vorschriften der Berufsgenossenschaft beim Einsatz von Gabelstaplern,
  • rechtliche Grundlagen der Unfallverhütungsvorschriften,
  • Stapleraufbau-Merkmale,
  • Fahrzeugkunde,
  • Unfallmerkmale und Unfallsituationen. Dieser Teil schließt mit einer theoretischen Prüfung ab. Danach folgt der praktische Teil der Ausbildung.

Er umfasst:

  • allgemeine Einweisung am Flurförderzeug,
  • Aufnehmen, Transportieren, Absetzen und Stapeln von Lasten,
  • den Gebrauch von üblichen Anbaugeräten sowie Informationen zu täglichen Sicht- und Funktionsprüfungen. Dieser Teil wird durch eine praktische Prüfung abgeschlossen. Sie erfolgt in Einzelabnahme und wird unter Zeitvorgabe abgenommen. Ist die Prüfung bestanden, bekommt der Prüfling seinen Staplerschein in Form eines Fahrausweises mit Lichtbild und einer persönlichen Urkunde.

Stufe 2: zusätzliche Ausbildung in der Logistik

Da die allgemeine Ausbildung in der Logistik (Stufe 1) in der Regel auf Frontgabelstaplern erfolgt, müssen Fahrer, die andere Flurförderzeuge fahren wollen, an einer zusätzlichen Ausbildungsmaßnahme teilnehmen. Sollten Sie in Ihrem Lager beispielsweise Containerstapler, Regalflurförderzeuge, Quergabelstapler, Teleskopstapler oder ähnliche Fahrzeuge einsetzen, müssen Sie dafür sorgen, dass deren Fahrer eine Zusatzausbildung erhalten. Diese wird analog zur allgemeinen Ausbildung durchgeführt, die erfolgreiche Prüfung wird auch hier mit einem Zertifikat belegt.

Stufe 3: Betriebliche Ausbildung in der Logistik

Die betriebliche Ausbildung in der Logistik sollte einen gerätebezogenen Teil und einen verhaltensbezogenen Teil umfassen. Sie bezieht sich auf die Gegebenheiten in Ihrem Betrieb und muss daher betriebsintern durchgeführt werden. Im gerätebezogenen Teil der Ausbildung in der Logistik führen Sie eine Einweisung an den eingesetzten und zu bedienenden Geräten durch. Der verhaltensbezogene Teil hingegen dient der Unterweisung Ihrer Fahrer in allen Belangen, die speziell in Ihrem Lager wichtig und zu beachten sind. So informieren Sie beispielsweise über die freigegebenen Verkehrswege, Lagerung, Lagerflächen und Stapelung. Ganz wichtig: Der Fahrauftrag! Nach Durchführung der betrieblichen Ausbildung in der Logistik müssen Sie dem jeweiligen Fahrer eine schriftliche Beauftragung zum Führen der Fahrzeuge erteilen. Denn nur durch diese Beauftragung ist der Fahrer auch tatsächlich berechtigt, in Ihrem Lager das jeweilige Gerät zu führen! Diese Beauftragung dient nur speziell für Ihr Unternehmen, sie ist nicht auf andere Unternehmen übertragbar und erlischt somit beim Ausscheiden aus dem Unternehmen. Nach der Erstausbildung sollten Sie Ihren Fahrer in angemessenen Zeitabständen, mindestens jedoch einmal jährlich, eine Nachunterweisung erteilen. So verfügen Sie durch eine gezielte, gute und umfassende Ausbildung in der Logistik über Fahrer, die mit Ihren Geräten sicher, wirtschaftlich und zweckentsprechend umgehen. Auch Unfälle können Sie so bereits im Vorfeld vermeiden, Gefahren vorzeitig erkennen und somit ein Höchstmaß an Arbeitssicherheit erreichen. Autor: Wolfgang Rieß, Geschäftsführender Gesellschafter

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