Mit dem Begriff Frachtraten werden im Bereich der Logistik die Beträge bezeichnet, die der Transporteur für die Abwicklung einer Transport-Dienstleistung vom Kunden einfordert. Es gibt so genannte "All-in-Raten", in denen alle Nebenkosten wie Gebühren, Dokumentation etc. mit eingeschlossen sind, aber auch Raten, die nur die Kosten für den reinen Transport umfassen.
Zu Wasser und in der Luft:
Transportpreise steigen nur
moderat
Frachtraten: Seefrachten
Wie im vergangenen Jahr wird das Seefrachtaufkommen
zwischen Deutschland
und Asien auch 2008 weiter wachsen.
Prognose: mehr als 5 %. Bei den
Nordatlantik- bzw. EU-Routen bleibt
alles wie gehabt: +/- 0.
Bei den Transportpreisen ist der Asienverkehr
ebenfalls Spitzenreiter. Hier haben
die Frachtraten im 4. Quartal 2007
auch am stärksten angezogen, durchschnittlich
um 6 %. Wegen der Konjunkturkrise
in den USA sind auf den
Nordatlantikrouten übers Jahr 2007 die
Raten sogar gefallen: knapp 4 %.
Aktuelles Preisbeispiel für Frachtraten: Ein 20-Fuß-
Container von Shanghai nach Hamburg
kostet gegenwärtig zwischen
1.500 und 1.600 USD.
Details finden Sie unter:
www.cargo-brokers.com.
Luftfracht
Steigen wird übers Jahr 2008 auch das
Luftfrachtaufkommen, sowohl im EURaum
wie im Nordatlantik- und Asienverkehr.
Frachtzuwachs: über 5 %.
Die Luft-Frachtraten werden dagegen für
alle drei Teilmärkte nur unmerklich steigen.
Der Grund: Die Billigflieger vom
Schlage Ryanair und Easyjet drängen
mit Macht auf den Cargo-Markt und
lehren die Top Ten Mores.
Aktuelles Preisbeispiel für Frachtraten: Lufthansa-
Cargo transportiert medizinische Geräte
(z. B. Herzschrittmacher) von
Toulouse nach Frankfurt/Main für
339 Euro im Over-Night-Service.
Mehr Preise finden Sie unter:
www.time-matters.com.
Billig-Cargo-Liner
Die Ankündigung von Ryanair, nach
dem Passagiersegment nun auch die
Cargo-Branche aufzumischen, hat unter
Fachleuten heftige Debatten ausgelöst,
so jüngst auf den Leipziger Cargo
Days. Die Großen der Branche winken
zwar immer wieder ab und fahren
eine ganze Batterie von Argumenten
auf, die gegen Billig-Liner im Frachtflug
sprechen. Aber alles Reden gleicht
eher dem ängstlichen Pfeifen im dunklen
Walde.
Unisono heißt es: Im Cargo-Bereich
kann ein Budget-Betriebskonzept niemals
funktionieren. Dagegen würden
zum Beispiel die Drehzeiten auf den
Flughäfen sprechen, die bei Billigfliegern
extrem kurz sein müssen, damit
sie auf ihr Geld kommen.
Ryanair erlaubt sich z. B. nur max. 25 Minuten
zwischen Landung und erneutem Start.
Genau die hielten British Airways und
Co. im Jahre 1985, als der irische Unternehmer
Tony Ryan in Dublin das
Billigzeitalter der Passagierluftfahrt einläutete,
auch für ein nicht funktionierendes
Betriebskonzept. Was für ein Irrtum!
2007 transportierte Ryanair über
50 Mio. Passagiere.
Aus Insider-Kreisen ist nun bekannt geworden,
dass Ryanair noch in diesem
Jahr mit seinem neuen Billig-Cargo-
Konzept starten will. Erzfeind Easyjet
hat ähnliche Pläne in der Schublade.
Weiterführende Informationen zum Thema Frachtraten
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