Logistik Manager
als Startseite übernehmen
als Startseite übernehmen
den Favoriten hinzufügen
den Favoriten hinzufügen
Kunden-Login
KUNDEN-LOGIN
Logistik-Manager
FEHLER! Bitte aktivieren Sie JavaScript und/oder aktualisieren Sie Ihren Adobe Flash Player!

Alles rund um das Thema Bestandsmanagement

Kundenzufriedenheit, Planungsstrategien, ABC/XYZ-Analyse - ein gutes Bestandsmanagement hat zahlreiche Vorteile

Moderne Lagerplanung und –haltung zeichnet sich durch verschiedene Punkte aus. Über ein optimales Bestandsmanagement lassen sich Lieferschwierigkeiten vermeiden, Lagerkosten reduzieren und die Kundenzufriedenheit verbessern.

Testen Sie unseren LogistikManager zum Thema Bestandsmanagement 30 Tage lang kostenlos

Bestandsmanagement - Lagerbestände runter: Einfach Beistellteile an Lieferanten verkaufen

Beistellungen - der Lieferant erhält vom Einkauf (Kunden) Produkte - sind alltäglich und hilfreich beim Bestandsmanagement. Oft geschieht dies, wenn Lieferanten als verlängerte Werkbank Montagetätigkeiten vornehmen, zum Beispiel Komplettieren von Rohrschellen oder bei der Konfektionierung von Kabelbäumen (typische manuelle Tätigkeit) werden unter anderem hochwertige Anschluss-Stecker beigestellt.

Beachten Sie: Beistellteile bleiben Eigentum des Einkaufs (Kunden), werden im Umlaufvermögen geführt und müssen somit finanziert werden.
Wie bereits beim Pufferlager und beim Konsignationslager liegt die Lösung auch in diesem Bestandsmanagement-Bereich nahe: Der Lieferant kauft die Beistellteile vom Kunden. Das Geld dafür erhält er zurück, wenn er die fertig montierten Produkte liefert und diese Summe dann zusätzlich zum vereinbarten Montagelohn berechnet. Bestechend einfach und in der Praxis des Bestandsmanagements erprobt.

Wenn Sie dieses "Projekt" gut vorbereiten und der Lieferant bestimmte Mindestvoraussetzungen erfüllt, steht einer erfolgreichen Umsetzung höchstens noch ein anfänglicher Widerstand des Lieferanten entgegen.
Bei dieser bestandsreduzierenden Maßnahme werden Aufgaben und (überschaubare) Risiken auf den Lieferanten übertragen.
Die Argumente, mit denen der Lieferant zu dieser Maßnahme überzeugt werden kann, entsprechen übrigens weitestgehend denen, die auch bei einem Konsignationslager (auch zu dieser Bestandsmanagement-Lösung bietet unser Fachinformationsdienst wichtige Ratschläge) herangezogen werden können (siehe Ausgabe 12/06).

  1. Notwendige Voraussetzungen

    Der Lieferant sollte eine gewisse finanzielle Potenz aufweisen, um die Produkte tatsächlich bezahlen zu können.
    Mögliche Abhilfe, falls diese nicht vorhanden ist: Der Lieferant erhält ein langes Zahlungsziel, das es ihm ermöglicht, seine gekauften Produkte erst dann zu bezahlen, wenn er sein Geld für die veredelte/ montierte/konfektionierte Ware erhalten hat.
    In der Praxis wird der Kunde diese Zahlung an den Lieferanten gleich mit seinen Forderungen aus dem Verkauf der (ehemaligen) Beistellteile saldieren, also nur die tatsächliche Wertschöpfung des Lieferanten bezahlen (also wie bisher, nur mit dem Unterschied, dass sich die Bestandshöhe für den Kunden zum Teil deutlich gesenkt hat)!

    Praxis-Beispiel: Einkauf K lässt Rohrschellen in Polen montieren. Der polnische Lieferant L erhält von K alle benötigten Teile beigestellt. Um die Transportkosten zu minimieren, werden nur komplett volle Lkw auf die Reise geschickt. Vom Abschicken der Beistellteile (Wert: 28.000 Euro) bis zur Anlieferung der montierten Fertigteile vergehen durchschnittlich 3,5 Wochen.
    Der polnische Lieferant (30 Mitarbeiter) hat sich voll auf die Bedürfnisse von K eingestellt und lässt sich daher - zähneknirschend - auf das neue Abwicklungsmodell von K ein. L muss ja nur höhere Verkaufspreise als vorher berechnen.
    Da pro Woche 2 Lkw-Lieferungen kommen und mit Fertigteilen wieder zum Kunden zurückfahren, muss L durchschnittlich 3,5 x 2 x 28.000 € = 196.000 € finanzieren. Mit einem Zahlungsziel von 60 Tagen und einer schnellen Begleichung der Rechnung durch K ist das für L ohne zusätzliche Kostenbelastung machbar. K hat in diesem Zeitraum seine Kapitalbindung durch Bestandsware um fast 200.000 € reduziert. So einfach funktioniert gutes Bestandsmanagement.

    Praxis-Tipp: Vereinbaren Sie auf jeden Fall einen erweiterten und verlängerten Eigentumsvorbehalt.
    Ein weiterer Vorteil für Sie: Sie bezahlen nur noch die tatsächlichen Gutteile. Weder treten leidige Bestandsdifferenzen auf, weil der Lieferanten einen überhöhten Ausschuss in seiner Produktion hat, noch weil er angelieferte Ware im Eigentum des Kunden zweckentfremdet (sei es durch Diebstahl oder Einsatz in der Produktion für andere Kunden).

    Praxis-Tipp: Je weiter entfernt der Lieferant sitzt und je geringer seine Sprachkenntnisse sind, desto schwieriger sind erfahrungsgemäß die Bestandsdifferenzen von beigestellter Ware zu klären. Sehr wahrscheinlich bleiben Sie auf diesen Kosten sitzen - das gilt besonders bei Verpackungen und Rohstoffen. Bedenken Sie das bei Ihrem Bestandsmanagement.
  2. Welcher Preis?

    Die tatsächlichen Einstandspreise legt keiner gerne offen. Da es keine Sicherheit geben kann, ob ein Lieferant diese Fakten tatsächlich nur für sich behält, liegt es nahe, mit dem Lieferanten "künstliche" Preise zu vereinbaren. Diese liegen dann deutlich höher als die eigentlichen Einkaufspreise.
    Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass bei Einkaufspreisänderungen nicht auch der Verkaufspreis zum Lieferanten hin geändert werden muss - und damit natürlich auch die entsprechenden Verkaufspreise des Lieferanten zum Kunden für die veredelten Kaufteile.
    Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn Stammdatenpflege ist ein mühsames, zeitaufwändiges und oft auch fehlerbehaftetes Geschäft im Bestandsmanagement. Überdies ist es meistens gar nicht so einfach, jedes Fertigteil des Lieferanten zu ermitteln, in das ein oder mehrere(!) Kaufteile eingehen.
    Leider gibt es auch einen gravierenden Nachteil: Durch diese künstlich erhöhten Preise werden Angebotsvergleiche bezogen auf das Fertigteil, das Beschaffungsvolumen und insbesondere auch die Kalkulation der Fertigteile des Kunden verfälscht. Die Kalkulationssicherheit ist ein sehr hohes Gut des Bestandsmanagement. Es ist extrem entscheidend für den Unternehmensgewinn und liegt ganz wesentlich in der Mitverantwortung des Einkaufs.

    Praxis-Tipp: Binden Sie unbedingt im Vorfeld Ihre kaufmännische Abteilung mit ein, die zu Recht bei dieser grundlegenden Fragestellung ein gehöriges Bestandsmanagement-Mitspracherecht beansprucht.
  3. Nicht-EU-Lieferanten

    Hier müssen Sie noch eine zolltechnische Fragestellung klären, die auch einen kalkulatorischen Einfluss hat: Natürlich wollen Sie keine Einfuhrumsatzsteuer für Produkte bezahlen, die nach wenigen Wochen veredelt wieder an Sie zurückgeliefert werden.
    Das muss vor einer Entscheidung mit den Zollbehörden besprochen und vereinbart werden, ansonsten droht Ungemach! So kann etwa die Rückerstattung der Einfuhrumsatzsteuer verweigert werden, und schlimmstenfalls endet der Transport zum Lieferanten bereits am Grenzübergang.
  4. Umsetzung

    Die Umsetzung dieses Projekts ist einfach, da sich weder für Sie noch für den Lieferant im Materialfluss etwas ändert. Der Lieferant wird praktisch automatisch beliefert, das heißt, dass Sie wie bisher die Materialdisposition durchführen.
    Beachten Sie: Kompliziert wird es erst, wenn der Lieferant seine benötigten Rohund Halbfertigprodukte selbst bei Ihnen bestellen soll. Dafür benötigt er ein PPS-System und qualifizierte Mitarbeiter, die zusätzlich zu seiner bisherigen Wertschöpfung (z. B. Montagedienstleistungen) erhebliche Kosten verursachen.

    Und die Kosten beim Kunden reduzieren sich nicht deutlich, da es unerheblich ist, ob eine Bedarfsermittlung über 20.000 Teile oder "nur" über 19.950 Teile läuft. Die Prozesskosten beim Kunden bezüglich der Kommissionierung/Auslieferung ändern sich ebenso wenig wie die Transportkosten: Das Material muss ja weiterhin ausgeliefert und zum Lieferanten gebracht werden.
    In diesem Fall bietet sich gleich die "große Lösung" an: Der Lieferant bestellt die benötigten Produkte direkt beim Hersteller (Ihr Lieferant) und wird für Sie so zum Systemlieferanten.

Nutzen Sie unsere Ratschläge zum Thema Bestandsmanagement

Der LogistikManager berät Sie qualitativ und aktuell zu allen relevanten Bereichen der Logistik. Im Bereich des Warentransports lässt sich mit der richtigen Vorgehensweise eine Menge an Geld sparen. Verteilen Sie die Ressourcen sorgfältig. Wir geben Ihnen wertvolle Ratschläge, z.B. beim Thema Bestandsmanagement. Testen Sie den LogistikManager 30 Tage lang kostenlos und optimieren Sie Ihre Logistik.

Testen Sie unseren LogistikManager zum Thema Bestandsmanagement 30 Tage lang kostenlos

Weitere Themen, die Sie interessieren könnten: Logistik, Lenkzeiten, Ruhezeiten, Kontraktlogistik.



 

Ausgabe testen
AKTUELLE AUSGABE
 
Lesen Sie hier alles über die Inhalte der aktuellen Ausgabe
 
Testen Sie den Logistikmanager jetzt 30 Tage lang kostenlos!
 
Kundenbereich Nur für Abonnenten:
 
PDF runterladen Laden Sie hier die komplette aktuelle Ausgabe herunter
   
 
Klicken Sie einfach auf den von Ihnen genutzten Bookmark-Dienst, um diese Seite Ihren Lesezeichen hinzuzufügen. Ein Dienst von Social Bookmarking
Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Seekxl Bookmark bei: Kledy.de Bookmark bei: Social Bookmarking Tool Bookmark bei: BoniTrust Bookmark bei: Power Oldie Bookmark bei: Bookmarks.cc Bookmark bei: Favit Bookmark bei: Newsider Bookmark bei: Linksilo Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Jumptags Bookmark bei: Upchuckr Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: Slashdot Bookmark bei: Netscape Bookmark bei: Furl Bookmark bei: Yahoo Bookmark bei: Spurl Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Blogmarks Bookmark bei: Diigo Bookmark bei: Technorati Bookmark bei: Newsvine Bookmark bei: Blinkbits Bookmark bei: Ma.Gnolia