Das Flottenmanagement steht vor vielen wichtigen und entscheidenden Aufgaben und manchmal sucht man nach Hilfe, damit der Fuhrpark den vielversprechenden Erfolg erzielen kann. Ein gutes Flottenmanagement besteht vor allem aus Kostenbewusstsein, Verwaltung des Geschäftes und ebenso die Kontrolle von Fahrzeugflotten.
Der Albtraum vieler Flottenmanager zum Jahreswechsel ist zum Glück nicht Realität geworden: Trotz gestiegener Steuern und der vorgeschriebenen Beimischung von Biokraftstoffen fand der Preisruck an der Tankstelle dank gefallener Rohölpreise nicht statt. Doch sicherlich tut sich das Flottenmanagement gut daran, wenn Sie dieser Entwicklung nicht über den Weg trauen und auf lange Sicht nach preiswerteren Alternativen suchen. Neben Biodiesel und Pflanzenöl verspricht auch der Gasbetrieb der Flotte Kosteneinsparungen. Doch vor dem Wechsel sollten Sie genau prüfen.
Eines ist sicher: Auf mittelfristige Sicht werden die Treibstoffpreise garantiert nicht fallen. Daher spielen Sie als das Flottenmanagement sicherlich mit dem Gedanken, Ihre Flotte mit alternativen Treibstoffen zu betreiben. Biodiesel und Pflanzenöl haben zwar mit der in mehreren Stufen geplanten Steuererhöhung einiges von ihrem Reiz verloren, weisen aber in manchen Fällen immer noch erhebliches Sparpotenzial auf. Doch auch Gas Treibstoffkosten - hier stehen mit Auto- und Erdgas zwei unterschiedliche Techniken zur Auswahl - verspricht erhebliches Sparpotenzial. Und eine schnelle Kalkulation scheint dies auch überzeugend zu belegen. Dabei hilft uns der Amortisationsrechner, den Sie im Internet unter http://anderstanken.amortisationsrechner.de finden. Doch auch wenn in dieser Schnellrechnung schon die jeweiligen Umrüstung Mehrverbrauchskosten sowie Aufpreise berücksichtigt sind, zeigt erst eine umfassendere Analyse, ob sich der Umstieg für Sie auch wirklich lohnt.
Tipp für ihr Flottenmanagement
Gasbetrieb ist mit speziellen Motoren oder auch mit umgerüsteten Benzinmotoren möglich. Wenn Ihr Fuhrpark hauptsächlich aus LKW besteht, hat sich das Thema Gas für Sie eigentlich schon erledigt, da die Fahrzeughersteller keine solchen Fahrzeuge anbieten. Anders sieht es aus, wenn Ihr Fuhrpark hauptsächlich aus Kleintransportern oder PKW besteht. Hier können Sie entweder spezielle Fahrzeuge kaufen oder entsprechend umrüsten.
Autogas, auch Liquid Petrol Gas (LPG) genannt, wird seit den 70er Jahren in größere Umfang eingesetzt. So fuhren schon damals in Italien viele Fahrzeuge mit dieser Technik, und auch die gesamte Autobusflotte der Wiener Verkehrsbetriebe setzt sie ein. LPG ist ein Gemisch aus Propan und Butan, das in Zusatztanks bei einem Druck von etwa 8 bar gespeichert wird. Der vorhandene Benzintank bleibt erhalten, und das Fahrzeug kann beide Treibstoffarten nutzen. Diese Fahrzeuge werden meistens im Benzinbetrieb gestartet und nach dem Warmlaufen des Motors automatisch auf Gasbetrieb umgeschaltet. Die Umrüstung eines Fahrzeugs mit Ottomotor auf Autogas ist prinzipiell recht einfach, außer bei Benzin-Direkteinspritzern. Leider hat sich weltweit noch kein einheitliches Betankungssystem durchgesetzt, was beim internationalen Einsatz Ihrer Fahrzeuge Probleme aufwerfen kann. Da diese Fahrzeuge aber auch mit herkömmlichen Benzin betrieben werden können, stellt die Betankungssystem- Vielfalt keinen größeren Nachteil dar. In Deutschland gibt es bereits über 2.100 Autogastankstellen.
Erdgas auch "Compressed Natural Gas (CNG)" genannt, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, doch erst 1994 gingen solche Fahrzeuge in Serie. Grundsätzlich lassen sich nur Ottomotoren auf Erdgasbetrieb umstellen, allerdings kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen mit den Ventiltrieben, die sich durch Modifikationen aber in den Griff bekommen ließen. Bei Umrüstungen bleibt der normale Benzintank erhalten, ein bivalenter Betrieb ist also möglich. Inzwischen bieten eine Reihe von Herstellern Erdgasfahrzeuge an. Diese können entweder beide Kraftstoffarten verwenden oder sind primär auf den Erdgasbetrieb ausgelegt. Letztere sind in der Regel sparsamer, da ihre Motoren speziell auf die Eigenarten von Gas optimiert sind. Doch auch hier ist meistens noch ein Benzintank vorhanden, der einen Notbetrieb erlaubt. Der wesentlich höhere Druck von 200 bar bei Erdgasanlagen ist heutzutage technisch kein Problem mehr. Derzeit gibt es in Deutschland etwa 700 Erdgastankstellen. Es gibt in Europa 3 verschiedene Tanksysteme, die sich allerdings mit Adaptern verbinden lassen.
Das sollte das Flottenmanagement vor dem Umstieg berücksichtigen
Grundsätzlich büßen Motoren beim Gasbetrieb immer etwas Leistung ein. Dieser Leistungsverlust bewegt sich bei modernen Flüssiggasfahrzeugen etwa bei 4 %, bei nachgerüsteten Erdgasfahrzeugen bei etwa 10 %. Der Leistungsverlust bei Gas- Serienfahrzeugen ist vernachlässigbar, da die Motoren auf diesen Treibstoff optimiert sind. Beachten Sie vor Ihrem Umstieg unbedingt immer diese 4 Punkte:
Tankstellen: Gerade Erdgastankstellen sind noch immer recht dünn gesät. Deshalb sollte das Flottenmanagement prüfen , ob Ihre Fahrzeuge auf ihren Touren eine Erdgastankstelle in erreichbarer Nähe haben beziehungsweise mit einer Tankfüllung eine Tour schaffen.
Autogas: Dieser Kraftstoff ist zwar etwas teurer als Erdgas, doch vorhandene Fahrzeuge lassen sich leichter und preiswerter umrüsten. Darüber hinaus sind die erzielbaren Reichweiten meistens höher
Erdgas: Ist etwas billiger als Autogas und die Umrüstung vorhandener Fahrzeuge aufwändiger. Auch liegen die erzielbaren Reichweiten bei nachgerüsteten Fahrzeugen unter dene autogasbetriebener Fahrzeuge. Da rüber hinaus wird der vorhandene Stauraum durch die schweren und großen Tanks erheblich eingeschränkt. Bei Erdgas-Serienfahrzeugen entfallen diese Nachteile, da die Tanks meistens Unterflur eingebaut sind.
Tipp: Gasversorgungsunternehmen wollen nicht nur während der Heizperiode Geschäfte machen. Deshalb haben sie großes Interesse, dass sich Erdgasfahrzeuge durchsetzen, und fördern oft ihre Einführung. Wenn Ihr Flottenmanagement den Einsatz von Erdgasfahrzeugen plant, fragen Sie bei Ihren örtlichen Gasversorgungsunternehmen nach Förderungsmöglichkeiten!
Werkstatt: Ihre Flotte muss auch gewartet werden. Prüfen Sie, ob sich in der Nähe Ihres Unternehmens eine Werkstatt mit Gas-Erfahrung befindet.
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